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28. Mai 2005, Neue Zürcher Zeitung
Der schweizerische AktienmarktHausse von Roche, Novartis und Nestlé
Manche Beobachter sehen Anfänge einer Sektorrotation
Auf den ersten Blick betrachtet scheinen die Aktienkurse in der Schweiz ausser Rand und Band geraten zu sein.
Der Swiss-Market-Index hat seit Jahresanfang 8,2% und in der Berichtswoche allein um 2,3% zugelegt.
Das bisherige Dreijahrehoch wurde überschritten.
Allerdings beschränkte sich die Hausse fast nur auf drei Titel: die Genussscheine von Roche sowie die Aktien von Novartis und Nestlé.
gab. Der Swiss-Market-Index (SMI) der Standardwerte hat am Freitag mit 6160,75 Punkten erneut auf einem Dreijahrehoch geschlossen.
Mit einem Plus von 8,2% seit Jahresanfang (2,3% in der Berichtswoche) gehört der Schweizer Aktienmarkt zu den Gewinnern unter den Börsen der Industriestaaten.
Stärker haben in Westeuropa nur die skandinavischen und die österreichischen Aktienkurse zugelegt. Die Märkte in den USA und in Asien notieren teilweise gar im Minus.
Getragen wurde die Hausse in der Schweiz aber lediglich von
drei Titeln: den Genussscheinen von Roche sowie den Aktien von Novartis und Nestlé.
Die Titel machen zusammen rund 53% des SMI aus (Roche: 14,7%, Novartis: 20,5%, Nestlé: 17,8%).
Der Rest des Marktes stagnierte grösstenteils bei geringen Handelsvolumina.
Erst gegen Ende der Berichtswoche kam etwas mehr Leben in andere Sektoren. Der breit gefasste Swiss-Performance-Index gewann 2,2%.
Gute Nachrichten aus der Pharma-Welt
Für diese Konstellation gibt es diverse Gründe. An vorderster Stelle dürfte eine Serie guter Nachrichten zu Produkten von Roche (GS: +4,7%) und Novartis (+3,8%) dazu gezählt haben.
Roche mit der auf Spezialitäten ausgerichteten Produktepalette und der Beteiligung am Biotech-Konzern Genentech ist ohnehin schon vor einiger Zeit zum Anlegerliebling geworden.
Dazu kommt, dass die Investoren international den Pharma-Titeln wieder mehr Positives abgewinnen, nachdem noch zu Jahresanfang verschiedene Befürchtungen ihr Verhalten dominiert hatten. So wurde betont, die Margen im US-Pharma-Markt würden in Zukunft sinken. Das Resultat des Medizinaltechnik-Unternehmens Ypsomed (+15%) wurde an der Börse mit Begeisterung aufgenommen.
Daneben empfehlen neuerdings diverse Anlagestrategen Investitionen in Aktien
konjunkturunabhängiger Grosskonzerne («defensive» Titel). Dies dürfte der Hauptgrund sein, warum die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+2,2%), ein defensiver Wert par excellence, während der Pharma-Hausse mit nach oben gespült wurden.
Bereits sprechen Analytiker auch wieder von den Vorzügen der in den vergangenen Monaten und Jahren ebenfalls eher verschmähten Bank- und Versicherungsaktien, wobei bei den Versicherungstiteln gewisse Risiken durchaus gesehen werden.
Die Zeit der eher konjunktursensitiven Aktien kleinerer Unternehmen, die noch in den ersten Monaten des laufenden Jahres «in» waren, scheint dagegen vorläufig vorbei zu sein. Auf die starken Kursrückschläge, welche diese Papiere vor einigen Wochen erlitten hatten, folgte zwar bei einigen ausgewählten Werten eine Erholung (z. B. Sulzer: +4,8%), doch scheinen sich die konjunkturellen Aussichten genügend stark eingetrübt zu haben, dass die Anleger in dem Bereich wählerisch geworden sind.
Bescheidenes Wirtschaftswachstum
Noch kann aber nicht von einer breiten Sektorrotation in defensive Aktien gesprochen werden. Immerhin ergaben die Nachrichten von der makroökonomischen Front in der Berichtswoche durchaus ein Bild, das mit einer weiteren Hausse defensiver Titel vereinbar wäre - da sie ein bescheidenes Wirtschaftswachstum und tendenziell steigende Zinsen erwarten lassen.
So wurden erneut kritische Stimmen zu den Wachstumsaussichten Europas laut, vor allem von Seiten der OECD. Die Volkswirtschaft in den USA wächst derweil in insgesamt flottem Tempo weiter, und die Notenbank Fed dürfte ihre Politik der langsamen, aber kontinuierlichen Leitzinserhöhungen beibehalten. Dies stärkte den Dollar, was übrigens den europäischen Aktienmärkten zusätzlich geholfen hat. Im Euro-Raum, wo die Konjunktur harzt, hatte die OECD Leitzinssenkungen angeregt, stiess dabei aber bei der Europäischen Zentralbank auf taube Ohren. In der Wirtschaftsgrossmacht Deutschland weckten dafür die Aussichten auf Neuwahlen die Hoffnung, dass der Reformstau vermindert werden könnte.
In der an mikroökonomischen Nachrichten armen Zeit veröffentlichte der Teilzeitarbeitsvermittler Adecco (+3,1%) ein Quartalsresultat, das am Markt als leicht enttäuschend eingestuft wurde. Beim Technologie-Konzern Unaxis (-2,4%) wurde überdies ein Kapitel beendet, indem die Familien Anda und Bührle, die Erben der Gründer, begannen, ihre Beteiligung an die österreichische Victory zu verkaufen. Die hinter Victory stehenden Financiers Mirko Kovats und Ronny Pecik haben allerdings für den Geschmack der Anleger noch immer nicht genügend Informationen zur künftigen Geschäftsstrategie und zu ihrem geplanten Umgang mit den Minderheitsaktionären geliefert.
Quelle:
http://www.nzz.ch/2005/05/28/bm/articleCUPVX.html
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und hier von CO, Meldungen bei SMI
Zürich, 27. Mai (Reuters) - Im Handel mit Schweizer Aktien hat sich am Freitag nach einem richtungslosen Verlauf im späten Geschäft eine etwas freundlichere Tendenz durchgesetzt.
Händler sprachen aber von einer ruhigen Sitzung mit insgesamt mässigen Umsätzen.
Der Markt habe nach dem jüngsten Anstieg vor dem Wochenende etwas an Schwung verloren. Möglicherweise habe auch die Abstimmung in Frankreich über die EU-Verfassung Schatten voraus geworfen.
Auch dürfte das Geschäft im Vorfeld der wegen der Feiertage in Grossbritannien und in den USA am Montag geschlossenen Börsen etwas gedämpft gewesen sein, hiess es.
Kaum Einfluss hätten die US-Daten gehabt.
Der Schweizer Leitindex SMI<.SSMI>, der vor einer Woche bei 6023,11 Punkten stand, ging um 0,37 Prozent höher auf 6160,75 Punkten aus dem Handel. Mit 6165 Punkten erklomm der SMI erneut ein Jahreshoch. Von den 27 Blue chips legten 17 zu und zehn gaben nach. Der umfassende SPI<.SSHI> gewann 0,31 Prozent auf 4667,09 Punkte.
"Wir stehen etwas an, es fehlt die Kraft für weitere Gewinne. Mit grösseren Abgaben ist aber auch nicht zu rechnen, zu gross noch ist der Anlagebedarf bei manchem Marktteilnehmer", sagte ein Händler.
Damit dürfte es kaum zu einer stärkeren Korrektur kommen.
Einen zusätzlichen Schub hätten verschiedene Titel erhalten, nachdem ihr Kurs vermeintlich unerreichbare Hürden überwunden habe. "Auf dem Weg nach oben wurden einige Stopps ausgelöst, im Index wie in einzelnen Aktien", sagte einer.
ROCHE UND UBS FÜHREN MARKT NACH OBEN
Händler sagten, einmal mehr hätten sich Roche<ROG.VX> unter den defensiven Werten und UBS<UBSN.VX> unter den Banken als die Zugpferde erwiesen, die den Markt mit einem Plus von gegen einem Prozent unterstützt hätten.
Ebenfalls schöne Gewinne erreichten auch ABB<ABBN.VX> und Richemont<CFR.VX>. Ansonsten hätten sich die Kursausschläge bei den Blue chips in Grenzen gehalten.
Bei Richemont wie auch bei Swatch<UHR.VX> wirkten die erfreulichen Zahlen zu den Uhrenexporten von Anfang der Woche endlich nach, hiess es.
Novartis<NOVN.VX> waren gut gehalten.
UBS hatte das Kursziel für Novartis auf 70 von 65 sfr und auch für Roche auf 180 von 168 sfr erhöht. Für beide Titel bestätigte UBS die Empfehlung "buy". Novartis erhielt das OK der EU für die Übernahme von Hexal.
Novartis veröffentlichte eine positive Nachricht zum Asthmamedikament Xolair und Roche berichtete über die EU-Zulassung einer neuen Dosierung des HIV-Mittels Invirase. Und die "Financial Times" publizierte einen positiven Artikel über Roche. "Man scheint weiterhin Roche den Vorzug gegenüber Novartis zu geben", erklärte ein Händler den Anstieg bei Roche.
Ähnliches gelte auch für die Banken, unter denen weiterhin UBS gegenüber CS Group<CSGN.VX> favorisiert werde.
Nestle<NESN.VX>, die zuletzt den Markt ebenfalls mit nach oben getragen hatten, waren knapp gehalten.
Mit die grössten Gewinne erzielte der Chemiewert Ciba<CIBN.VX>, der unterstützt von einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley um 1,5 Prozent gewannen. In "Sympathie zu Ciba" sei auch Clariant<CLN.VX> ein halbes Prozent gestiegen, hiess es.
Weiter auf dem Vormarsch waren auch ABB<ABBN.VX>, die von den Hoffnungen auf einen baldigen Abschluss der Asbestprobleme in den USA profitiert hätten. Sie gewannen 2,4 Prozent und stiegen damit klar über die Hürde bei 8,00 sfr auf 8,19 sfr. "ABB stiess lange bei 8,00 sfr an", sagte ein Händler und sprach von einem "psychologischen Effekt", der auch bei Nestle, Adecco <ADEN.VX> oder Novartis mit eine Wirkung gehabt habe.
Holcim<HOLN.VX> gaben eine Spur nach. Die Busse von 9,5 Millionen Euro, die Holcim in Rumänien wegen Kartellverstössen erhalten hat, berühre den Titel aber wenig, hiess es im Markt. Die Begründung der rumänischen Wettbewerbsbehörde für die Busse seien wirtschaftlich und rechtlich anfechtbar, so Holcim. Dennoch will das Unternehmen keine Berufung einlegen.
Unaxis<UNAX.VX> gaben 0,3 Prozent nach. Bis die Übernahmekommission entschieden habe, ob die österreichische Victory, die Unaxis übernommen hat, den freien Aktionären ein Angebot machen muss oder nicht, dürfte nicht mehr allzu viel laufen, hiess es.
Kudelski<KUD.VX> setzten zunächst den Anstieg fort, zu dem die Aktie am Vortag angesetzt hatte, nachdem das Unternehmen über zwei Grossaufträge informiert hatte. CSFB erhöhte darauf die Einstufung von auf "outperform" von "overweight" und das Kursziel auf 56 von 52 sfr. Auch UBS zog nach und nahm das Kursziel hoch. UBS stufe sie aber mit "neutral" ein. Später setzten Gewinnmitnahmen ein und die Aktie sank 1,8 Prozent.
Bei den Versicherungen kam es nach den kräftigen Anstiegen zunächst zu Gewinnmitnahmen. Erst im späten Handel erholten sie sich wieder. Swiss Life<SLHN.VX>, Baloise <BALN.VX> und Zurich <ZURN.VX> stiegen um rund ein halbes Prozent. Swiss Re<RUKN.VX> aber gaben nach. Laut einer ZKB-Studie sind die Versicherungen im historischen Durchschnitt gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis und zum Gesamtmarkt sehr günstig bewertet.
Cicorel<CICN.S> kehrte nach mehreren Jahren der Verluste in die Gewinnzone zurück und will über eine Übernahme die kritische Grösse erreichen. Cicorel stiegen gut vier Prozent auf 75 sfr.
Weiterhin guter Nachfrage erfreuten sich Ypsomed<YPSN.S> und einzelne Technologiewerte wie SEZ<SEZN.S> oder Kaba<KABN.S>. UMS <UMS.S> profitierten von spekulativen Käufen und legten 5,5 Prozent zu auf 13,40 sfr.
rpk/ajs
((Rupert Pretterklieber - Redaktion Swiss Investor News, Tel: +41 44 631 7342, Fax: +41 44 251 0476, Reuters Messaging:
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nun denn....dachte das interessiert euch, bevor ihr selber lange rumsuchen müsst...vielleicht nützt es euch
...grüsse und bye

Trade was du siehst, nicht was du sehen willst.
Admit mistakes. Be patient. Relax.