Transaktionen KW 20 2013

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Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon Xeon » Montag 13. Mai 2013, 00:07

Servus zusammen,

hier ist der Thread für die neue Woche!

Viel Erfolg!
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon Xeon » Montag 13. Mai 2013, 00:19

@GS

Für meine kritische Haltung bezüglich der Niedrigzinspolitik der Zentralbanken bekomme ich prominente Unterstützung von Jürgen Fitschen:

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 91300.html

Die billige Liquidität der EZB ist nicht gesund

In den letzten Wochen hatte ich ja auch schon eine Liste mit Problemen aufgeführt, du hast da zwar einige Gegenargumente gebracht, trotzdem denke ich, dass meine Argumente trotzdem sachlich und qualitativ gut sind. Tatsache ist einfach, dass die expansive Geldpolitik zu Blasen am Kapitalmarkt führen kann und wir schon bei den ATH im DAX und Dow Jones eine solche Entwicklung sehen. Auf dem Immobilienmarkt sehen wir ja in bestimmten Regionen teilweise auch schon verrückte Preissteigerungen. Und das größte Problem ist, dass die niedrigen Zinsen bei einem Großteil der Unternehmen in der Eurozone mangels Vertrauen gar nicht ankommen.

Für mich gäbe es nur ein einziges pro Argument für die niedrigen Zinsen: Wirtschaft ankurbeln! Dafür müssen die niedrigen Zinsen aber bei 95% der Unternehmen in Europa ankommen und das ist (leider) nicht der Fall!

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Halb Europa ist in der Rezession insofern wäre es natürlich jetzt objektiv betrachtet ein Desaster die Zinsen zu erhöhen! (nicht das das falsch rüber kommt) Ich möchte darauf hinaus, dass es besser gewesen wäre, wenn unser Leitzins bei beispielsweise 1,5% liegen würde und die EZB auch dafür sorgen würde, dass die Unternehmen überall in der Eurozone auch zu attraktiven Konditionen die Kredite bekommen würden. Ein niedriger Leitzins bringt nichts, wenn die Geschäftsbanken den Unternehmen nicht vertrauen und somit die niedrige Zinspolitik in der Realwirtschaft gar nicht ankommt.
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon GoldenSnuff » Montag 13. Mai 2013, 08:22

Moin Moin !
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon GoldenSnuff » Montag 13. Mai 2013, 08:28

Kurzes Statement von mir dazu......auch wenn ich die Diskussion nicht erneut führen will....ich habe niemals gesagt, dass die Nullzinspolitik großartig finde noch habe ich gesagt, dass dies ein Zustand für die Ewigkeit sein kann und soll....ich habe nur gesagt, dass ich die Zinspolitik zum jetzigen Zeitpunkt für richtig und angemessen halte.....die Zeit für Zinserhöhung wird kommen, aber dieser Tag liegt mE noch fern....

Zu den Blasen....wir haben am Aktienmarkt nicht den Ansatz einer Blase.....im Gegenteil....der Aktienmarkt ist mE sogar immer recht günstig....am Immobilienmarkt werden teilweise verrückte Preise bezahlt....das stimmt.....aber auch nur in wenigen Boomregionen ! ( das sind eben die " Kollateralschäden", die man in Kauf nehmen muss.....)

Ansonsten gilt weiterhin meine Argumentation von damals:

Xeon hat geschrieben:@GS

Nehmen wir mal die ganzen Euro und Südstaaten Argumente raus.

Argumente die Zinsen zu erhöhen:

Argument 1)

DE + US haben wieder stabiles Wachstum und die Wirtschaft läuft super.

Argument 2)

Nach jahrelanger expansiver Geldpolitik ist es bei steigender Wirtschaftsleistung Zeit die Geldpolitik wieder restriktiv zu gestalten

Argument 3)

Inflation lässt sich schlecht kontrollieren. Um präventiv der Inflation entgegenzuwirken ist es nach jahrelanger expansiver Geldpolitik bei steigender Wirtschaftsleistung sinnvoll die Geldpolitik wieder restriktiver zu gestalten

Argument 4)

Die Börsen gehen durch die Decke aufgrund der expansiven Geldpolitik. Dadurch können sich Blasen bilden die es zu vermeiden gilt. Insofern würde es dem Aktienmarkt gut tun die Geldpolitik restriktiver zu gestalten.

Argument 5)

Durch die expansive Geldpolitik entsteht mittel- langfristig Inflation und steigende Preise. Wir sehen diese Entwicklung auf dem Immobilienmarkt. Auch hier würde eine restriktivere Geldpolitik dem Markt gut tun.

Argument 6)

Nullzinspolitik birgt das Risiko einer Liquiditätsfalle. Dies gilt es zu vermeiden. In US ist die Wirtschaft stark und es ist nicht sinnvoll, dass die Zinsen bei null sind und dadurch geldpolitische Risiken wie Inflation und Liquiditätsfalle steigen.

Argument 7)

Sollte es künftig in den nächsten Jahren zu einer erneuten wirtschaftlichen Abschwächung (Rezession) kommen wäre es wesentlich leichter wenn man dann dafür wieder Spielraum hat die Zinsen zu senken und die Geldpolitik expansiver zu gestalten. Das ist aber nur dann möglich, wenn man in starken Jahren in denen das BIP wächst die Zinsen erhöht und somit die Geldpolitik restriktiver betreibt.


Das fällt mir spontan dazu ein! Das Problem ist… Ich habe wirklich das Gefühl, dass du meine Argumente teilweise gar nicht ernst nimmst und dir immer Gegenargumente einfallen.

Ganz ehrlich und direkt gefragt: Als VWLer müsstest du mir bei den aufgeführten Punkten doch ganz objektiv zustimmen??!!



GoldenSnuff hat geschrieben:NEIN....ich stimme in eigentlich keinem Punkt zu !

Zu 1.: Die Wirtschaft läuft nicht SUPER......wir hatten in Deutschland in Q4 sogar einen BIP-Rückgang......in USA ebenfalls......für das Gesamtjahr 2013 wird ein Wirstchaftswachstum von 0,7% erwartet ( Quelle:ifo )......was ist daran SUPER ?

Zu 2.: Wer sagt das ? Halte ich für Unfug.....Die Zeit für Zinserhöhung kommt dann, wenn die Wirtschaft läuft und die Preise anziehen....beides nicht zu sehen im Moment !

Zu 3.: Präventive Inflationsbekämpfung ist unmöglich und macht keinen Sinn !

zu 4.: Die Geldpolitik ist nicht für die Weltbörsen zuständig.....durch die Decke gehen...ist auch übertrieben....Im Endeffekt stehen die Börsen wieder da....wo sie im Jahr 2000 schon mal gestanden sind !

zu 5.: Inflation gilt es dann zu bekämpfen, wenn sie aufzieht.....und nicht dann, wenn die Preisentwickling stabil ist und die Wirtschaft nur moderat läuft.

zu 6.: Es stehen genug Instrumente zu Verfügung, um bei Bedarf dem Markt auch bei Nullzinspolitik Geld zur Verfügung zu stellen.

zu 7.: Es stehen genug Instrumente zu Verfügung, um bei Bedarf dem Markt auch bei Nullzinspolitik Geld zur Verfügung zu stellen.

Ja, die Zeit wird kommen, in der wir die Zinsen erhöhen werden müssen.....keine Frage......aber ich sehe nach wie vor keinen Grund, dies jetzt zu tun !

P.S.: Natürlich nehme ich deine Arguemnte ernst, ansonsten würde ich mir nicht die Mühe machen, mit dir zu diskutieren......allein halte ich deine Argumentation für ökonmisch nicht haltbar.....
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon Xeon » Montag 13. Mai 2013, 09:35

GoldenSnuff hat geschrieben:Kurzes Statement von mir dazu......auch wenn ich die Diskussion nicht erneut führen will....ich habe niemals gesagt, dass die Nullzinspolitik großartig finde noch habe ich gesagt, dass dies ein Zustand für die Ewigkeit sein kann und soll....ich habe nur gesagt, dass ich die Zinspolitik zum jetzigen Zeitpunkt für richtig und angemessen halte.....die Zeit für Zinserhöhung wird kommen, aber dieser Tag liegt mE noch fern....

Zu den Blasen....wir haben am Aktienmarkt nicht den Ansatz einer Blase.....im Gegenteil....der Aktienmarkt ist mE sogar immer recht günstig....am Immobilienmarkt werden teilweise verrückte Preise bezahlt....das stimmt.....aber auch nur in wenigen Boomregionen ! ( das sind eben die " Kollateralschäden", die man in Kauf nehmen muss.....)

Moin GS,

ich will die Diskussion auch nicht erneut führen... Deswegen halte ich es so kurz wie möglich: Ich habe das Gefühl, dass du einfach die Realität ignorierst... Ich habe das Thema auch schon an der Uni angesprochen und hatte erstaunlich viele Befürworter... Sogar auch Professoren!

Tatsache ist, dass DAX und Dow Jones täglich neue Höchststände erreichen während halb Europa hoffnungslos in der Rezession versinkt und die niedrigen Zinsen bei den Unternehmen überhaupt gar nicht ankommen. Wie kann man sich denn dann hinstellen und sagen "der Aktienmarkt ist mE sogar immer recht günstig". Deswegen vermute ich auch, dass dir wahrscheinlich ebenfalls gar nicht bewusst ist, dass die Geschäftsbanken insbesondere in den Südstaaten so gut wie keine Kredite vergeben und die niedrigen Zinsen dort gar nichts bringen und gleichzeitig in Ländern wie Deutschland zu anderen Problemen führen. Auf der anderen Seite gibt es ja auch viele Menschen in Deutschland die von einer privaten Altersvorsorge abhängig sind und die sind wiederum von vernünftigen Zinssätzen abhängig.

Wie gesagt, ich bin nicht für eine Zinserhöhung in der aktuellen Lage, ich halte es aber für ein sehr großes Problem, dass wir überhaupt so weit gesenkt haben. Insgesamt bin ich total verwundert, dass deine Auffassung hierzu insgesamt so kontrovers ist???
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon GoldenSnuff » Montag 13. Mai 2013, 10:50

Ich ignoriere sicher nicht die Realität......

Zur Bewertung des Aktienmarkts.....der ist günstig......objektiv betrachtet und nicht realitätsfern......2000....als der DAX über 8000 stand....hatten wir ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von weit über 30......jetzt haben wir 12....wo ist das teuer ? ( die Weltwirtschaft besteht eben nicht nur aus dem rezessiven Südeuropa ! ) Glaube mir....ich habe ein bisschen Ahnung von Spekulationsblasen....ich habe mich in einer längeren wissenschaftlichen Arbeit an der Uni mit diesem Thema beschäftigt......

Zu den Zinsen......die ganze Diskussion, die du führen willst....ist Weinen über vergossene Milch....nach dem Motto....was wäre wenn, der Zins jetzt noch höher wäre......die Frage ist....WAS BRINGT DAS ? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es nicht ansatzweise besser laufen würde, wenn die EZB jetzt letzte Woche anstatt von 0.75% auf 0.5% von bspw. 2% auf 1.75% gegangen wäre....meinst du, das würde den Südstaaten helfen ? Wenn wir dann die 0.5% Zinsen erst in 2 Jahren nach weiteren Senkungen erreichen würden ? Halte ich für ökonomisch weder sinnvoll noch irgendwie anders argumentativ vertretbar....

Ja, wir haben ein Problem, was die Kreditvergabe betrifft....aber dieses Problem wirst du mit höheren Zinsen oder wenn du die später gesenkt hättest, nicht bekämpft bekommen.......insofern sehe ich aus deiner Jammerei über die Geldpolitik keinerlei sinnvollen Lösungsansatz, der die Wirtschaft weiterbringen würde !

P.S.: Zum Zins.....du wolltest den doch immer abschaffen......
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon Xeon » Montag 13. Mai 2013, 11:49

Servus GS,

wegen Zins abschaffen: Wir müssen bei den Diskussionen zwei Dinge unterscheiden:

1) Unser aktuelles (Schuld)-Geldsystem hat einen Designfehler im Hinblick auf Schulden, Zinsen sowie Wachstum. Um die Zinsen für die Schulden zu bezahlen brauchen wir jährlich Wachstum und diverse Krisen haben gezeigt, dass dieses Geldsystem einen grundsätzlichen Fehler hat. Schon aufgrund der begrenzten Ressourcen und Energie ist unbegrenztes Wachstum nicht möglich somit wird dieses Geldsystem immer wieder zu Problemen führen.

Zu 1) Das können wir aktuell nicht ändern... Soweit ich mich erinnere sind wir bei Punkt 1 grundsätzlich einer Meinung?

2) Meine Argumente beziehen sich darauf was man in dem bestehenden System (so wie es aktuell ist) machen kann um das bestmögliche rauszuholen. Ich denke daher, dass wir niedrige Zinsen brauchen (die haben wir, aber auch bei 0,75-1,5% wären sie niedrig) und eine Zentralbank die gemeinsam mit der Politik und den Geschäftsbanken Hand in Hand arbeitet um die Realwirtschaft insbesondere auch in Südeuropa mit Krediten zu versorgen und somit die Rezession in Griff zu bekommen. Und da ist die Lösung schon drin, wenn dort wieder mehr Vertrauen entsteht und die Geschäftsbanken endlich die attraktiven Zinssätze an Unternehmen weitergeben und diese wieder investieren und somit Arbeitsplätze und Wachstum schaffen ist das Problem so gut wie gelöst.

Nun wieder zu 1) Aufgrund des Designfehlers im Geldsystem werden wir nie eine langfristige Lösung haben. Wir werden immer wieder diese Probleme haben! Die langfristige Lösung wäre somit ein Geldsystem ohne Zinsen.

3) Wegen den Spekulationsblasen: Insgesamt ein sehr komplexes Gebiet. Ich will nicht sagen, dass hier momentan eine Blase entsteht an den Aktienmärkten. Dennoch bin ich klar der Auffassung, dass die expansive Geldpolitik maßgeblich an den DE/US-Aktienmärkten zu der aktuellen Lage beiträgt. Wenn man sich die Immobilienpreise in einigen Regionen von Deutschland anschaut sieht man ebenfalls eine Entwicklung die man definitiv nicht als gesund bezeichnen kann. Begünstigt wird beides durch die expansive Geldpolitik die hier in Deutschland so nicht sinnvoll ist.
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon GoldenSnuff » Montag 13. Mai 2013, 12:33

Zu Punkt 1....da bin ich bei dir.....das ist aber eben....wie du schreibst...gegeben.....da können wir nix ändern !

Zu Punkt 2......Man kann alles kritisieren....keine Frage....und negativ sehen.....nur.....man muss dann schon auch sagen, was man anders machen würde.....und du glaubst doch wohl selber nicht.....dass mehr Vertrauen im Bankensektor bestehen würde, wenn die Zinsen statt bei 0.5% bei 1.5% liegen würden....und du glaubst doch wohl selber auch nicht, dass die Immobilienpreise in München, Frankfurt und Hamburg deutlich niedriger wären, wenn die Zinsen bei 1.5% oder 2% liegen würden.....
Vertrauen kann man nicht verordnen, das muss entstehen....und hat nix damit zu tun, ob der Zins bei 0.5% oder 1.5% oder 5.5% liegt !

In diesem Sinne....Ende der Debatte......hilft uns nicht weiter !
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon Xeon » Montag 13. Mai 2013, 12:39

Servus zusammen,

bin wieder da jetzt zum US-Handel :)
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Re: Transaktionen KW 20 2013

Beitragvon Xeon » Montag 13. Mai 2013, 12:52

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